hier lesen, was andere gern verschweigen würden:
:
DB - unvorstellbar dreist

 

 

LESERBRIEF

 

Unvorstellbar dreist.

 

Das fällt mir ein, wenn ich an den Umgang der Deutschen Bahn AG mit ihren „Fahrgästen“,denke. Besser Fahrsklaven, denn so werden sie behandelt. Erinnert sei an den Oktober 2008. Die Unterführung rentiere sich nicht, sei „verkehrlich“ nicht notwendig und soll deshalb zugenagelt werden. Nach Protesten wird die Zunagelaktion ausgesetzt und die marode Deckenuntersicht mit Sperrholzplatten verkleidet. Damit den Passanten nicht der lose Beton auf den Kopf fällt. Denn hundert Jahre nach Eröffnung der Unterführung gibt jeder Beton und Stahlträger seine Stabilität auf, wenn hundert Jahre nix gemacht wird. So weit so gut. Denn jetzt sollte „mittelfristig umfassend modernisiert werden. So jedenfalls die Auskunft der DB vom 14.12.2010 auf meine schriftliche Anfrage vom 15.11.2010.Man stehe mit der Hessischen Landesregierung und dem RMV „kurz“ vor einer Rahmenvereinbarung zur Modernisierung Hessischer Bahnhöfe.Und die Unterführung Eddersheim sei als Projekt aufgenommen worden.

Die Presse berichtet, dass es diese Rahmenvereinbarung gibt. Seither wartet die Öffentlichkeit auf den Startschuss. Der ist auch erfolgt. Mit der erneuten Schließung der Unterführung, „für immer,“ wie der Leiter des Bahnhofssmanagemants Hartmut Schwarz Anfang April mitteilt.

Daraufhin massiver Protest aus Eddersheim und Weilbach und kommunaler Politiker_innen.

Daraufhin Beschwichtigung der DB, es soll „untersucht werden“ was zu tun ist um eine „provisorische Wiedereröffnung“ zu ermöglichen.

Meine Prognose: Die provisorische Wiedereröffnung ist möglich wenn die Kommunen die Sicherungsmaßnahmen selbst bezahlen. Die übliche DB-Methode. Für den Erhalt des Bahneigentums sollen die Kommunen zahlen. So nicht! Denn Millionenbeträge der DB fließen zum Beispiel in den Hauptbahhof Frankfurt. Laut Presse vom 16.April 2015, also ganz neu, 58 Millionen, für die Vergrößerung der Einkaufsmeile in der B-Ebene. Wem nützen diese neuen Verkaufsflächen? Den Fahrgästen an geschlossenen Schranken, im Regen.? Nicht dran zu denken. Nein, den Profiten der DB-AG. Ihr neues Kerngschäft ist Vermietung und Verpachtung von Verkaufsflächen,nicht pünktlicher, zuverlässiger, bezahlbarer, bequemer Personentransport im Nahverkehr.

Eines gibt Hoffnung. Der Widerstandswille der Bürger_innen aus Eddersheim und Weilbach. Sie lassen sich auch in Zukunft nicht vernageln.

 

 

Carlo Graf

Unterstützer der Wählergemeinschaft die LINKE,MTK


 

PS.: Ein Rückblick zum Thema aus dem Jahr 1912: erschienen im Kreisblatt 04.04.2012

Die Unterführung, welche hier am Bahnsteig hergestellt wir, geht Ihrer Vollendung entgegen. Mit Freuden wird diese Neuerung begrüßt, denn es wird durch sie einem großen Übelstande abgeholfen. Bei den vielen Kreuzungen der Züge kam es hier gar zu oft vor, daß die Passanten lange an der Schranke warten mußten, was namentlich bei schlechtem Wetter sehr peinlich war.


 


 


Veröffentlicht von carlo (carlo) am 19 Apr 2015
Zuletzt geändert am: 19 Apr 2015 um 9:16 AM


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