hier lesen, was andere gern verschweigen würden:
:
Ein Denkmal zum Nachdenken

 

An die Redaktion des HK

 

Bezug : „ Die Immobilien-Frage“ vom 16.12.2014

 

LESERBRIEF

 

Nachdenkmal

 

Das wäre mein Weihnachtswunsch 14'. Nachdenken darüber, über was sich Herr Muth Gedanken macht.

Es geht um einen möglichen Bauplatz für Wohnungsbau in der Langgasse 20, Okriftel. Dort steht ein Kriegerdenkmal.

Herr Muth „rechnet mit Aufregung im Ort, wenn es dort nicht bleiben kann“. Ich frage, wer soll sich aufregen? Okriftler_innen die sagen, das steht schon immer da. Oder Okriftle_innen denen die Inschrift gefällt. Denn da steht „Ihren Helden-die Gemeinde Okriftel.Da wird Nostalgie schon sehr bedenklich. Hundert Jahre erster Weltkrieg dasThema des Jahres. Und wer sich halbwegs informiert hat wird wohl nicht von Helden reden. Ein Krieg mit Millionen Opfern, für was?

Um als Held von Granaten zerfetzt zu werden. Um den Erbfeind Frankreich zu vernichten. Um Deutschland groß zu machen? Historiker sprechen davon, daß in den letzten Kriegsmonaten vermutlich eineMillion Soldaten sich den Schlachten entzogen haben.Sie wurden für das Großmachtstreben des Deutschen Reiches auf den Schlachtfeldern verheizt.Die deutsche Armee war am Ende nicht viel mehr als ein Offizierskorp ohne Truppe. Das war das Ende. Aber einige Jahre später mußte von Unverbesserlichen des Kriegervereins ein Denkmal her. Und es mußten Helden gefeiert werden. Und hundert Jahre später muß laut Herrn Muth mit Aufregung im Ort gerechnet werden.

Wer sich also aufregen will soll das tun. Die politisch Verantwortlichen sollen ihre Verantwortung zeigen und davor nicht einknicken. Wenn schon von Helden die Rede sein muß, dann waren es wohl Mütter die ihre Kinder in diesen Hungerzeiten am Leben erhalten haben. Und Politiker die gegen diesen Krieg ihre Stimme erhoben haben.Die Frauenrechtlerinnen Bertha von Suttner, Clara Zetkin, Anita Ausgpurg Lida Gustava Heymann. Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht sind zu nennen. Sie wurden ermordet weil sie nicht akzetiert haben, daß sich die Völker abschlachten.

Wenn wir also von Helden reden müssen, Sie waren es. Und wenn das Denkmal an einem neuen Platz stehen soll dann mit neuer Inschrift „gegen Krieg“ und ohne Helden.

 

 

 

 

Carlo Graf

Unterstützer der Wählergemeinschaft die LINKE-MTK


Veröffentlicht von carlo (carlo) am 17 Dec 2014
Zuletzt geändert am: 17 Dec 2014 um 10:57 PM


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