hier lesen, was andere gern verschweigen würden:
:
Fluglärm - Kapitulation beschlossen

Bezug : HK vom 12. September 2013,“Fluglärm:Ende der Einigkeit“

 

LESERBRIEF

 

Fluglärm - Kapitulation beschlossen

 

Ein schwarzer Montag für die Menschen in der Region. Eine Mehrheit von CDU,SPD,FDP und FWG hat sich gegen die Lebensinteressen der Bevölkerung vereinigt und einen Eilantrag gezimmert und abgestimmt. Eilige Aktivität im Kreishaus. Die Kreistagssitzung beginnt 25 Minuten verspätet bis die genannten Fraktionen das Windei produziert haben.
Anlass: Der Hessische Landesgerichtshof hat die Südumfliegung gekippt und auf der Tagesordnung stand ein Antrag des Wählergemeinschaft DIE LINKE MTK in dem als 1. Punkt die Stilllegung der Landebahn Nord-West gefordert wird. Deshalb müssen die Eilbeantrager reagieren, sie wollen nicht Farbe bekennen dass sie gegen die Stilllegung der Landebahn sind. Und so haben sie ihre Keule ausgepackt.

Sie fordern „eine umfassende Beteiligung der Region bei der Festlegung der neuen Flugroute“, sie fordern „dass die Lärmbelastung .. gegenüber dem jetzigen Zustand nicht weiter steigt, sondern verringert wird“. Da wird sich Fraport aber mal anstrengen. Bei der geplanten und genehmigten Steigerung der Flugbewegungen um 30 % auf 701.000 jährlich.

Eigentlich müsste der Kreistag mit einer Stimme in der jetzigen untragbaren Situation

folgende Forderungen erheben:
Sofortige Aufhebung der Betriebserlaubnis für die Landebahn Nord-West, solange den Flörsheimern die Ziegel vom Dach gezogen werden,
Stilllegung der Landebahn Nord-West,
die Planfeststellung ist falsch und muss einer objektiven Prüfung unterzogen werden,
Verzicht auf den Bau des 3. Terminals
Deckelung der Flugbewegungen auf 380.000 jährlich,
Nachtflugverbot von 22:00 bis 6:00 Uhr

Das waren die gesamten Forderungen des Antrags der Wählergemeinschaft die LINKE MTK und er hätte abgestimmt werden können. Sollte aber nicht sein.
Vielmehr wurde ein subtanzloses Windei eingebracht, das in völligem Widerspruch zur ursprünglichen Forderung des Kreistags und der Klage des Kreises steht, nämlich: Die Landebahn nicht zu bauen.
Die immer beschworene Einheit ist weg aber die Landebahn bleibt da. Die Vernunft der Untertanen ist gefordert, sie hebt ihre kleine Stimme „bei der Entwicklung neuer Flugrouten mitreden zu können.“ Als Bittsteller? Áls Mitwirker auf wen der Lärm zukünftig neu verteilt werden soll?

Leider konnte sich auch der Obergrüne Kündiger dieser Strömung nicht entziehen wenn er der Linken vorwirft sie würde mit ihrer Forderung nach Stilllegung der Landebahn versprechen was sie nicht halten kann. Die Abgeordneten der Wählergemeinschaft die LINKE haben niemandem etwas versprochen. Sie haben nur getan was jetzt notwendig ist. Die Interessen der Menschen im Main-Taunus-Kreis zu verteidigen. Denn: Alles geht wenn der politische Wille vorhanden ist. Das haben Fraport und die Landesregierung bewiesen. Allerdings gegen uns.

 

Carlo Graf, Unterstützer der Wählergemeinschaft die LINKE MTK

 


Veröffentlicht von carlo (carlo) am 12 Sep 2013
Zuletzt geändert am: 17 Sep 2013 um 8:10 AM


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