hier lesen, was andere gern verschweigen würden:
:
Kreiskliniken erhalten-aber wie?

 

Leserbrief zum Artikel im Höchster Kreisblatt vom 20.09.2011

Aufschub im Aktien-Streit“

 

 

Willenserklärung.

 

Ob der Geschäftsführer der Kreiskliniken Helmuth Hahn -Klimmroth beruhigt nach der Kreistagssitzung heimgefahren ist, kann ich mir nicht vorstellen.

In der Tasche hat er eine Willenserklärung der gesamten Kreistagsmannschaft wonach die Kliniken „dauerhaft“ als kommunale Krankenhäuser betrieben werden sollen.

Eigentlich wollte er mit 15 Millionen -bildlich- ins Auto steigen um die Klinikschulden zu bezahlen.

Beim Vergleich mit anderen Kliniken stehen die MTK-Kliniken glänzend da,das weiß der Obergrüne Kündiger zu berichten. Richtig. Es gibt öffentliche Kliniken die bald gebrauchte Injektionsnadeln gerade klopfen müssen. Ein Blick nach Griechenland verdeutlicht was passieren kann. Dort werden Patienten mit gebrauchten Spritzen infiziert weil die Krankenhäuser neue Spritzen nicht bezahlen können. So weit sind wir noch nicht.

Aber Krankenhäuser zu Profitcentern machen, Krankenkassen ausbluten um Kosten zu sparen, das ist die Folge der Politik der Parteien CDU/SPD/GRÜNE und FDP die diesen Notstand in ihrer Regierungszeit produziert haben. Der Rückgang der Krankenkassenbeiträge ist im Wesentlichen auf die Zulassung des Niedriglohnsektors zurückzuführen. Geringe Einkommen erzeugen geringe Krankenkassenbeiträge.

Der Niedriglohnsektor ist das Gesetzgebungsgeschenk der SPD-Grünen Bundesregierung.

Nicht die Kosten des Gesundheitssystemes sind explodiert, seit Jahren 10-11% des BIP, sondern die Krankenkassenbeiträge sind implodiert.

Und deshalb steht jetzt der Kreistag vor dem Problem dass Kreiskliniken und Kreis-

koalition mit einer einmaligen Kapitalspritze zu kaschieren gedenken. Kaschieren und nicht lösen, das ist das Rezept. Die öffentlichen Krankenhäuser dieser Republik haben alle das gleiche Problem das der wachsenden Unterfinanzierung. Da hilft auch keine einmalige Finanzspritze aus dem Aktienverkauf. Da hilft nur eine radikale Abkehr aus der Unterfinanzierung. Den Krankenkassen genügend Mittel zur Verfügung stellen, heisst eine solidarische Bürgerversicherung einzurichten. Jegliches Einkommen, sei es aus Lohnarbeit, Beamtensold, Gewinnen und Kapitalerträgen ist einzubringen. Dann beginnt die gute Zeit des Gesundheitswesens und auch deren Beschäftigten. Dann muss nicht die Klinik ihr Personal in der Ukraine suchen oder es Kliniken abjagen die noch weniger Mittel haben. Dann bedarf es auch keiner Willenserklärung der Kreistagsmannschaft, die Kliniken dauerhaft öffentlich zu betreiben. Eine Willenserklärung ist schnell abgegeben, eine dauerhaft gesicherte Gesundheitspolitk jedoch nur durch eine radikale Abkehr von der bisherigen ruinösen Sparpolitik der bisherigen Bundesregierungen.

 

 

 

Carlo Graf

 


Veröffentlicht von mk (admin) am 29 Sep 2011
Zuletzt geändert am: 29 Sep 2011 um 9:40 AM


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