hier lesen, was andere gern verschweigen würden:
:
Privatisierung von Wohnungen-auch in Hattersheim

 

 

29.03.2012

Nassauische Heimstätte: SPD befürchtet teurere Mieten

Die Hattersheimer SPD lehnt die Privatisierung von Wohnungen in öffentlicher Hand ab – ob es sich um die Hattersheimer Wohnungsbaugesellschaft (Hawobau) handelt oder um die Nassauische Heimstätte (NH). Wenn es um die Hawobau geht, hat die SPD die Sache als stärkste Kraft in der Stadtverordnetenversammlung selbst in der Hand. Bei der landeseigenen NH muss man sich auf Appelle beschränken.

"Die Landesregierung darf sich nicht auf Kosten der Mieterinnen und Mieter der Nassauischen Heimstätte sanieren", schimpft der SPD-Vorsitzende Ralf Maik. Dass sich die Sozialdemokraten zu dem Thema äußern, hat seinen Grund – die NH besitzt 328 Wohnungen in Hattersheim. Die meisten sind im Gebiet Neue Heimat am Eddersheimer Bahnhof.

Eine Entscheidung über deren Zukunft ist offensichtlich noch nicht gefallen, die Landesregierung sucht nach einem Investor. Möglicherweise soll nicht das ganz Unternehmen verkauft werden, sondern nur Anteile. Dabei sind Bedenken wie die aus Hattersheim in Wiesbaden schon registriert worden. Man suche keinen Finanzinvestor, sondern eine Wohnungsbaugesellschaft als Käufer, heißt es.

Das macht die Sache aus Sicht der Hattersheimer SPD aber nicht besser. Niemand könne garantieren, dass ein neuer Eigentümer die günstigen Mieten aufrecht erhält, fürchtet Fraktionschef Philipp Neuhaus. "Schließlich will auch er Gewinn machen und übernimmt die Nassauische Heimstätte nicht aus selbstlosen Motiven." Mit dieser Argumentation hatte die SPD auch einen Vorstoß der CDU zur Privatisierung der Hawobau abgelehnt.

SPD-Chef Maik weist darauf hin, dass viele NH-Mieter auf günstige Mieten angewiesen seien. Deshalb unterstütze die Partei eine Unterschriftenaktion des DGB gegen den Verkauf. Listen sind bei Ralf Maik, Telefon (06190) 1613, zu haben.

 

Leserbrief zum Artikel im HK vom 29.03.2012 „Nassauische Heimstätte:SPD befürchtet teuere Mieten“

 

 

Wir sind die Guten“

 

Jedenfalls entsteht der Eindruck, nachdem man den genannten Artikel gelesen hat.

Niemand könne garantieren, dass ein neuer Eigentümer die günstigen Mieten aufrecht erhält. Schließlich will er auch Gewinn machen und übernimmt die Nassauische Heimstätte nicht aus selbstlosen Motiven“

Volle Zustimmung an Herrn Neuhaus, Fraktionschef der SPD in Hattersheim. Was die Landesregierung vorhat mit dem Verkauf ihrer Anteile an der Nassauischen Heimstätte - sprich mit der Privatisierung der Mietwohnungen - ist abzulehnen, zu verhindern; da gegen die Interessen der Mieter gerichtet.

Mit dem gleichen Wortlaut hätte die Hattersheimer SPD allerdings auch gegen den Verkauf der Hawobau-Wohnungen in der Rossertstrasse in Okriftel opponieren können.

Da ist genau das gleiche passiert. Die Hawobau hat die notwendigen Investitionen gescheut und die Wohnanlage an eine Käufergemeinschaft verscherbelt.

Und so passiert was passieren muss: Die Mieter klagen über erhebliche Mehrkosten.

Genau was die SPD der Landesregierung vorwirft ist in Hattersheim Wirklichkeit geworden. Und wer es noch nicht weiss: Die Hawobau ist eine Gmbh und der Aufsichtsratsvorsitzende zum Zeitpunkt des Verkaufs war Herr Bürgermeister Franssen,SPD.

Und in diesem Aufsichtsrat befinden sich natürlich auch noch Vertreter anderer Parteien.

Und dieser Aufsichtsrat hat irgendwann mal beschlossen, diese Wohnanlage zu privatisieren. Und mitbekommen hat das die Öffentlichkeit erst, als der Verkauf perfekt war. Und eigentlich doch nicht mitbekommen, mir jedenfalls ist kein Bericht aus der

regionalen Presse bekannt. Deshalb auch mein Leserbrief, damit's jetzt bekannt wird.

 

 

Carlo Graf


Veröffentlicht von mk (admin) am 31 Mar 2012
Zuletzt geändert am: 31 Mar 2012 um 9:22 AM


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