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Wer steht auf der Datenbremse

LESERBRIEF

Wer steht auf der Datenbremse? 

Langenhain, Lorsbach und Wildsachsen, idyllische Wohnlagen-lahmes Internet. An wem liegt's.

Wie berichtet, hat eine Firma Titan networks vor Jahren von der Bundesnetzagentur eine Konzession zum Bau schneller Internetverbindungen erhalten. Wie schnell, zeigt sich jetzt. 30 Megabit statt 100 Megabit wie im restlichen Kreisgebiet. Ich frage: Die Bundesnetzagentur, eine Bundesregulierungsbehörde vergibt eine Konzession an eine Firma für die Verhinderung der Datengeschwindigkeit? Wer hatte die Aufgabe vor Konzessionsvergabe die technische und ökonomische Leistungsfähigkeit der Anbieter zu prüfen? Oder gab es keine weiteren Anbieter?

Denkbar, denn die großen Datenplayer können sich die umsatzstarken Regionen aussuchen. Das nennt sich Wettbewerb. Herbeigeführt von den früheren Regierungen.

1989 der Startschuss mit dem Poststrukturgesetz. Trennung der deutschen Bundespost in Telekom, Postdienste und Postbank. 1995 Umwandlung der drei Unternehmen in privatrechtliche Aktiengesellschaften. Ab dann war die Daseinsvorsorge Nebensache und Renditeerwartungen die Hauptsache. Der Markt wurde verteilt. Aber offensichtlich war niemand am Markt „Langenhain“ interessiert. Wo kein Markt, da blüht die Subvention.

Eine Million Euro gehen über den Kreistisch an die Firma Titan networks für die Aufrüstung der Schaltstationen. Und danach lahmt der Datenfluss trotzdem bei 30 Megabit.

Ein Paradebeispiel, wie die Marktwirtschaft funktioniert. Diese Million kommt von den Kommunen und somit deren BürgerInnen.

Carlo Graf

Unterstützer der Wählergemeinschaft DIE LINKE MTK

 


 


Veröffentlicht von mk (admin) am 19 Apr 2016
Zuletzt geändert am: 24 Apr 2016 um 3:26 PM


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